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  Anmerkungen zur Kokzidioseimpfung 24.10.2017 05:40 (UTC)
   
 
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Anmerkungen zur Kokzidiose-Impfung

Die Kokzidiose ist eine Krankheit, die durch einzellige Darmschmarotzer verursacht wird. Diese Krankheit wird weltweit beobachtet und wird wahrscheinlich nie verschwinden, da die Parasiten extrem widerstandsfähig sind. Diese Parasiten werden beim Picken aufgenommen und vermehren sich in den Darmzellen. Danach werden sie wieder in Form von Oozysten (Eier) ausgeschieden.

Da die Parasiten beim Picken aufgenommen werden, betrifft diese Krankheit in den allermeisten Fällen Tiere, die in Bodenhaltung gehalten werden. Durch ihre Vermehrung zerstören die Parasiten die Darmzellen und verursachen Durchfall. Dieser kann zum Tod der Tiere oder bei milderem Verlauf zur schlechteren Nährstoffaufnahme sowie zu schlechterer Befiederung und Lauffärbung führen.

Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungszeiten der Kokzidien tritt die Krankheit in verschiedenen Altersstufen auf. Eimeria acervulina und Eimeria tenella werden meistens in der Aufzucht zwischen der 4. und 7. Woche beobachtet. Andere Kokzidien-Spezies (E. necatrix und E. brunetti) entwickeln sich viel langsamer und treten in der Regel nicht vor der 10. Woche auf.

Besonders empfindlich gegen Kokzidiose sind die Tiere wieder beim Legebeginn. Vor allem wenn Tiere verschiedener Altersgruppen zusammengehalten werden, besteht ein erhöhtes Risiko einer Kokzidioseerkrankung, da der Infektionsdruck im Laufe der Zeit für die jüngeren Küken zunimmt.

Zur Behandlung einer bereits ausgebrochenen Kokzidiose sind einige Tierarzneimittel zugelassen (Toltrazuril, Sulfonamide). Hierbei ist aber eine Wartezeit auf die Eier und Fleisch einzuhalten.

In letzter Zeit werden immer mehr Produkte auf Kräuterbasis angeboten. Diese Mittel können zur Vorbeugung mitunter sinnvoll sein, da sie die Darmstabilität erhöhen und das Tier allgemein widerstandsfähiger gegen Krankheiten machen. Bei Versuchen unter kontrollierten Bedingungen konnte jedoch keine direkte Wirkung auf Kokzidien festgestellt werden.

Es ist zwar möglich, in der Aufzuchtperiode die Tiere durch chemische Zusatzstoffe oder Arzneimittel zu schützen bzw. zu behandeln, aber gegen Kokzidien, die beim Legebeginn auftreten, ist kein Arzneimittel zur Behandlung mehr erlaubt. Auch wenn Zuchttiere und Küken zusammen in einem Bestand gehalten werden, dürfen diese Mittel nicht angewendet werden. Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Tiere einen aktiven lebenslangen Schutz entwickeln und erst gar nicht erkranken können. Dies wird durch eine einmalige Impfung im Kükenalter erreicht. Das Prinzip beruht auf der Feststellung, dass Tiere, die eine Kokzidiose überstanden haben, eine lebenslange Immunität gegen diese Kokzidien-Art besitzen.

So wird dem Tier in den ersten Lebenstagen eine geringe, kontrollierte Menge von lebenden, abgeschwächten ("wenig krankmachenden") Kokzidien verabreicht. Der Impfstoff enthält alle bekannten Kokzidien-Spezies, die für Hühner von Bedeutung sind.

Diese Impfkokzidien kommen auch in der Natur vor und wurden nur für den Impfstoff auf Grund ihrer Eigenschaften ausgewählt. Die Impferreger sind so abgeschwächt, dass sie dem Tier keinen Schaden zufügen, sich aber bei der Impfung so stark vermehren, dass das Tier durch Bildung von Antikörpern einen aktiven Schutz gegen die Kokzidien entwickeln kann.

Da die Stämme im Impfstoff sich wie normale Kokzidien vermehren, nur in in viel geringerem Umfang, reicht eine einmalige Impfung für eine lebenslange Immunität aus.

Bei der Impfung sind einige Punkte zu beachten:

- Der Impfstoff soll zwischen dem 1. und 9. Lebenstag eingesetzt werden. Es ist dabei sehr wichtig, dass alle Tiere den Impfstoff gleichmässig aufnehmen.

- Das Futter darf keine Kokzidiostatika enthalten, da diese den Impfstoff abtöten würden.

- Der Impfstoff muss wieder aufgenommen werden können. Deswegen müssen die Tiere mit dem Kot in Kontakt sein. Bei Tieren, die in Käfigen auf Rosten gehalten werden, kann kein guter Impferfolg erreicht werden.

- So lange die Immunität entwickelt wird, sollten die Tiere nicht umgestallt werden. Sonst bleibt mindestens ein Teil des Impfstoffes in einem Stall und die Tiere kommen in einen anderen. Die Weiterentwicklung der Immunität ist dann fraglich. So verhält es sich auch, wenn die Einstreu gewechselt wird. Die Immunitätsentwicklung dauert ca. 4 Wochen nach der Impfung.
Um eine Balance zwischen Wiederaufnahme des Impfstoffs und Geringhaltung des übrigen Keimdrucks zu erhalten sollte in dieser Zeit nur ein Teil der Streu gewechselt werden, z.B. die Hälfte.

Sowohl wegen der einmaligen Anwendung als auch wegen der hohen Wirksamkeit hat sich die Impfung als Wahl zur Vorbeuge der Kokzidiose bei Rassegeflügel etabliert.


Quelle: Geflügelzeitung

 
  Daniels Federvieh
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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