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  Anmerkungen zur Marekimfung 24.10.2017 05:37 (UTC)
   
 
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Anmerkungen zur Marek-Impfung

Bei der folgenden Abhandlung handelt es sich um einen Artikel meines Vereinskollegen und geschätzen Zuchtfreundes Hermann Kampers, der dessen Ahnung von Rassegeflügelzucht nur in kleinsten Auszügen widerspiegelt.

Mareksche Lähme trotz Impfung?

Immer wieder werde ich in den letzten Jahren von Züchtern verschiedener Rassen angesprochen, dass Tiere an der Marekschen Lähme erkrankt sind. Gesprochen wird hier von der "inneren Erkrankung".

Hier ist zunächst einmal klar zu stellen, dass es verschiedene Formen dieser Erkrankung gibt:

  • Klassische Form:
    Zunächst wankender Gang, dann liegen die Tiere auf der Seite und strecken die Beine von sich. Die Tiere fressen zunächst normal weiter, soweit sie an Futter und Wasser gelangen können. Es ist ein längeres Dahinsiechen. Irgendwann sterben die Tiere dann.
  • Augenform:
    Die Pupille verändert sich. Die Ränder sind zackig und das Sehen wird deutlich eingeschränkt. Der Augennerv ist geschädigt und führt zur Erblindung.
  • Hautform
    Ganze Partien der Haut werden durch den Federausfall kahl. Die Federfollikel sind deutlich vergrößert und gerötet.
    Diese Form ist beim Rassegeflügel selten. Meistens tritt sie in Mastbeständen auf.
  • Tumoröse Form:
    Äußerlich ist oft nichts an den Tieren erkennbar. Die Tiere magern ab und verenden. Eine Sektion ergibt, dass sich an einem Organ ein Tumor befindet. Dieser Tumor liegt häufig am Darm, am Drüsen- und Muskelmagen. Hierdurch können dem Körper nicht genügend Nährstoffe zugeführt werden, so dass die Tiere stark abmagern und sterben. Die tumoröse Form ist inzwischen die häufige Form der Marekschen Krankheit.

Ursächlich für die Erkrankung ist ein Herpesvirus. Dieses Virus (Feldvirus) kann im Staub, der sich in den kleinsten Ecken im Stall befindet, bis zu 4 Monate ansteckungsfähig überleben. Selbst mit gründlicher Reinigung und Desinfektion ist man nicht sicher, dass eine Ansteckung der Küken nicht erfolgt, da das Virus irgendwo im Bestand noch vorhanden ist.

"Meine Küken sind aber doch geimpft!?" Dieses ist dann oft eine fast schon fragende Antwort der Züchter. Stellt man die Frage, mit welchem Impfstoff die Impfung erfolgt ist, so wird oft gefragt: "Wie, gibt es denn da mehrere Impfstoffe?"  Die nächste Frage von mir ist dann: "Wie wurde der Impfstoff denn gelagert, im Kühlschrank oder im Stickstoffbehälter bei ca. -170° C?" Die Antwort: "Im Kühlschrank.". Jetzt ist klar, dass mit dem PHV-Impfstoff (Putenherpesvirus) geimpft wurde.
Dieser Impfstoff neigt leider dazu, maternale Antikörper (mütterliche Antikörper) zu bilden. Das heißt dem Küken werden Antikörper über das Brutei mitgegeben. Dieses ist natürlich nicht unbedingt schlecht. Das Küken hat dann aber einen so hohen Titer (Antikörperstand) beim Schlupf, dass die am 1. Tag mit dem abgeschwächten Putenvirus erfolgte Impfung wirkungslos bleibt. Einfach gesagt: Die Antikörper zerstören die Impfviren und es erfolgt nicht der Aufbau eines Impfschutzes. Die Antikörper reichen aber nicht aus, das Küken vor einer Infektion durch das im Bestand vorhandene Marekvirus (Feldvirus) zu schützen und es infiziert sich.

Deshalb erkranken dann später die Jungtiere trotz erfolgter Impfung!

Was ist nun zu tun?

Seit einigen Jahren gibt es den Rispens-Impfstoff, der nicht zur Bildung mütterlicher Antikörper neigt.
Es sollte generell mit diesem Impfstoff geimpft werden.

Aber hier gibt es für uns kleinen Hobbyzüchter ein großes Problem. Die Kühlkette bei der Lagerung dieses Impfstoffes in Stickstoff darf nicht unterbrochen werden, denn dann ist der Impfstoff wertlos.

Kleine Tierarztpraxen oder Praxen, die keine Geflügelbestände betreuen, tun sich bei der Beschaffung dieses Impfstoffes schwer. Oft ist es dann auch für den Züchter nicht mehr bezahlbar.

Ideal ist es, wenn eine Praxis im näheren Bereich ist, die Brütereien betreut, und man sich den dortigen Impfterminen anschließen kann. Die Schlupftermine hiernach zu planen, dürfte nicht das Problem sein.

Grundsätzlich wäre es sinnvoll, sich auf wenige, regelmäßige Schlupftermine zu beschränken, so dass generell auch ein weiteres Impfprogramm im Bestand einfacher zu händeln ist.

Fazit:

Bei Marekerkrankungen im Bestand wird nur die Impfung mit dem Rispens-Impfstoff den jährlich wiederkehrenden Ärger verhindern.

Quelle: Hermann Kampers
(http://www.taubenbacks.de/produkte/Produkte_Gefluegel/mareksche%20laehme.html)


Ich persönliche spreche meine Schlupftermine mit den Zuchtkollegen im Verein, zu denen unter anderem auch Herr Kampers gehört, ab und wir bringen unsere Küken gemeinsam zweiwöchentlich montags mit dem "Impftaxi" zum impfen. Dadurch bleiben Spritkosten und Impfkosten für alle im Rahmen. Auch die dann folgende Kokzidioseimpfung wird gemeinsam durchgeführt und ist somit wesentlich günstiger. Bei der ND-Impfung tuen wir uns im Verein ebenfalls zusammen.

 

 
  Daniels Federvieh
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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